Vereinsgeschichte
„Kurze Info"
Im
Jahre
1980 konnte die Gemeinde Wagenfeld ihr neues Hallenfreibad
festlich einweihen.
Der junge Schwimmmeister
Franz-
Josef Möllers aus
dem westfälischen Telgte bei Warendorf wurde als Leiter des neuen
Bades
gewonnen. Mit Engagement widmete er sich seiner neuen beruflichen
Aufgabe und gründete zudem im Herbst des Einweihungsjahres eine
neue
Abteilung im TUS Wagenfeld: Unsere Schwimmsparte war geboren! Franz-
Josef Möllers hatte zuvor die Schwimmarena der
Bundeswehrsportschule in
Warendorf geleitet, das harte Trainingsgeschäft im Schwimmsport
täglich
miterlebt und auch intensiv trainiert. Jetzt konnte er seine
Erfahrungen in der Leitung des Wagenfelder Hallenfreibades auch im
Aufbau einer eigenen Schwimmmannschaft ein-
setzten.
Die
Resonanz war anfangs enorm groß. Der Reiz des Neuen sorgte
für schnell
wachsende Mitgliederzahlen der frisch gegründeten Sparte. Bald
kehrte
jedoch schon Normalität ein: Viele Mitglieder der neuen Sparte
hatten
unterschätzt, dass Erfolge im Schwimmsport ein
regelmäßiges und hartes
Training erfordern. Die Aktivenzahl ging zurück und Franz- Josef
Möllers konzentrierte sich auf die systematische Förderung
seiner
„Leistungsgruppe", mit der er schon bald beachtliche Erfolge im
Kreis
Diepholz und weit darüber hinaus vorweisen konnte. Dabei war
er seinen
Schützlingen immer ein menschliches Vorbild: neben seinem
unermüdlichen
Einsatz für die Sparte, nahm er selbst mit Erfolg an deutschen und
europäischen Seniorenmeisterschaften sowie den Weltspielen in
Toronto
teil.
15 Jahre später kam dann der große Schock
: „Millionenbau
darf
nicht als
Ruine enden"
lautete
die Schlagzeile im Diepholzer Kreisblatt vom 16. März 1995. Das
Steueraufkommen der Gemeinde war gesunken und die jährlichen
Zuschüsse
für das Bad stiegen an; zudem wuchsen Zahl und Umfang der
erforderlichen baulichen und technischen Sanierungsmaßnahmen. Der
neue
Gemeindedirektor Henning Albers mußte in dieser schwierigen Zeit
den
Gemeindehaushalt im Griff behalten: das Hallenbad schien dabei ein
Faß
ohne Boden zu sein und stand Disposition. > Wo aber Gefahr ist,
wächst das Rettende auch< wußte schon der Dichter
Hölderlin: Das
anfänglich von manchem belächelte Schülerprojekt
>Geht die
Gesundheit baden?< der Hauptschulklasse 9a und ihres engagierten
Lehrers Ekke Schneemann war vielleicht der Anstoß für
einige
Wagenfelder, zusammen mit ihrem Bürgermeister nach alternativen
Möglichkeiten der langfristigen Sicherung des Bades zu suchen: Es
entstand der Förderverein
-
Hallenfreibad
,
der
mit unglaublichem Engagement die Schließung abwenden konnte. Bei
deutlicher Verbesserung der Attraktivität wurden intelligente
Sparmaßnahmen umgesetzt und viele dringend erforderliche
Sanierungsmaßnahmen durchgeführt (Ein inzwischen durch
höchste Stellen
ausgezeichnetes Bürger- Projekt in Zeiten leerer öffentlicher
Kassen
sicherte auch unserer Schwimmsparte den Fortbestand.)
Derweil
hat
in der Schwimmsparte
der Generationswechsel stattgefunden:
Christian
Möllers
und
sein Team trainieren heute mehr Kinder und Jugendliche als jemals
zuvor. In vielen Teilgruppen werden unterschiedliche
Alters-Leistungsgruppen individuell betreut und gefördert. Es
werden
eine
ausgezeichnete Jugendarbeit im Breitensport geleistet sowie
parallel
die Leistungsträger gefördert und beachtliche sportliche
Erfolge
erzielt! Zahlreiche Eltern und (ehemalige) Aktive engagieren sich
ehrenamtlich; z. B. als Wettkampfrichter oder einfach, indem sie ihre
Kinder regelmäßig zum Training und zu Wettkämpfen fahren.
Wir
wollen uns gemeinsam wünschen und daran arbeiten, dass diese
positive
Entwicklung weiter fortgesetzt werden kann: gutes Training sorgt
für
sportliche Erfolge, sportliche Erfolge sorgen für neue Mitglieder
der
Schwimmsparte und auch für mehr Besucher des Hallenfreibades. Der
Erhalt unseres Schwimmbades ist die grundlegende Voraussetzung für
die
Zukunft unserer Schwimmsparte!
(Ausschnitte
aus unserer „25 Jahre
Schwimmsport" Zeitung)TuS-
Zeitung zum 25 jährigem Bestehen der Schwimmsparte
Bilder
von „Früher"